Beitrag über das Deutsche Komponistenarchiv im Deutschlandfunk

Veröffentlicht am 11.05.2015

Am 16. Mai 2015 um 22:05 Uhr wird in der Reihe “Atelier neuer Musik” des Deutschlandfunks ein Beitrag über das Deutsche Komponistenarchiv ausgestrahlt. Dr. Georg Beck zieht anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Deutschen Komponistenarchivs eine Zwischenbilanz. Er spricht mit Akteuren sowie Komponisten und Rechtsnachfolgern und stellt einen kleinen Teil des klingenden Bestands vor.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Website des Deutschlandfunks unter http://www.deutschlandfunk.de/zehn-jahre-deutsches-komponistenarchiv-dresden-hellerau.1990.de.html?dram:article_id=318412.

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Nachlass von Rolf Alexander Wilhelm im Deutschen Komponistenarchiv

Veröffentlicht am 27.11.2013

Die Familie des Filmkomponisten Rolf Alexander Wilhelm (1927–2013) hat dessen musikalischen Nachlass an das Deutsche Komponistenarchiv in HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden übergeben.

Rolf Wilhelm gilt als einer der erfolgreichsten Filmkomponisten der Nachkriegszeit. Von ihm stammt die Musik zu Filmklassikern wie Die Nibelungen (Harald Reinl), Das fliegende Klassenzimmer (Werner Jacobs), Das Schlangenei (Ingmar Bergmann) und Loriots bekanntesten Werken (Ödipussi, Pappa ante portas). Er verlieh rund 60 Spielfilmproduktionen, 500 Fernsehfilmen aller Sparten und 350 Werbespots einen Soundtrack und verfasste 220 Hörspielmusiken.
Wilhelm war lebenslang in München tätig. Nach Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft – noch vor Abschluss seines Kompositionsstudiums an der Hochschule für Musik in München 1948 – erzielte er erste Erfolge mit der Vertonung eines Hörspiels bei Radio München. Es folgten weitere Aufträge als freier Mitarbeiter der Rundfunkanstalt.
Mit der Wandlung des Fernsehens und des Films zum neuem Massenmedium widmete er sich ab 1954 vermehrt Produktionen der Sendeanstalten ARD, ZDF und ORF.
Wihelm richtete seinen Fokus zusätzlich auf Bühnenmusik und orchestrale sowie kammermusikalische Werke. Außerdem war er als Gastdirigent tätig, z.B. für das Filmorchester München, die Wiener Philharmoniker, das RIAS-Symphonie-Orchester oder das DEFA-Filmorchester.

Der Nachlass umfasst Manuskripte, Notendrucke und zahlreiche Tonträger sowie berufliche Korrespondenz, Kritiken und Rezensionen, Programmhefte und musikwissenschaftliche Werke über Rolf Alexander Wilhelm.
Nach Abschluss der Erschließung des Nachlasses können die Dokumente von Musikern, Musikwissenschaftlern und anderen Interessierten im Deutschen Komponistenarchiv HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden eingesehen werden.

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Nachlass von Birger Heymann im Deutschen Komponistenarchiv

Veröffentlicht am 15.11.2013

Die Erbin des Komponisten Birger Heymann (1943–2012) hat seinen musikalischen Nachlass an das Deutsche Komponistenarchiv in HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden übergeben.

Birger Heymann, der Komponist des Erfolgsmusicals Linie 1, schrieb in den 60er Jahren Musik für verschiedene Kabaretts, unter anderem das Reichskabarett, aus dem sich später das GRIPS-Theater entwickelte. Am Reichskabarett traf er auf Volker Ludwig, und es begann eine kongeniale Zusammenarbeit. Auf die Texte Ludwigs schrieb Heymann zahlreiche Kinderlieder, die in Lieder- und Schulbüchern erschienen und mit denen er im Kinderfernsehen auftrat. In Zusammenarbeit mit der Band No ticket schufen Heymann und Ludwig schließlich ihr bekanntestes Werk: Linie 1. Die Geschichte des Mädchens vom Land, das in Berlin nach seinem Freund sucht und in der U-Bahn-Linie 1 das Berliner Milieu kennenlernt, wurde und wird noch heute weltweit zur Aufführung gebracht. Es folgten Eins-Zwei-Drei, ein Auftragswerk vom Berliner Theater des Westens nach dem Film von Billy Wilder, sowie Melodys Ring, die beide noch heute an verschiedenen Theatern gezeigt werden.

Ab den 70er Jahren wandte sich Heymann außerdem der Filmmusik zu. Er komponierte die Musik zu rund 40 Fernsehfilmen, darunter einigen der Reihen Tatort und Polizeiruf 110, schrieb die Titelmelodie zu Adelheid und ihre Mörder und vertonte, neben einigen anderen Serien, zahlreiche Folgen der ARD-Serie Um Himmels Willen.

Der Nachlass umfasst Manuskripte, Belegexemplare der im Druck erschienenen Werke und zahlreiche CDs, die Heymann im Rahmen seiner computergestützten Kompositionsarbeiten erstellt hat, außerdem seine berufliche Korrespondenz, Fotos und andere Lebensdokumente.

Nach Abschluss der Erschließung des Nachlasses können die Dokumente von Musikern, Musikwissenschaftlern und anderen Interessierten im Deutschen Komponistenarchiv in HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden eingesehen werden.

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Nachlass von Hans-Martin Majewski im Deutschen Komponistenarchiv

Veröffentlicht am 28.06.2012

Die Erben des Komponisten Hans-Martin Majewski (1911–1997) haben seinen musikalischen Nachlass an das Deutsche Komponistenarchiv in HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden übergeben.

Hans-Martin Majewski, Gertraud Jesserer, Romy Schneider und Rolf Thiele 1958 bei der Premierenfeier zum Film "Die Halbzarte"

Hans-Martin Majewski, Gertraud Jesserer, Romy Schneider und Rolf Thiele 1958 bei der Premierenfeier zum Film "Die Halbzarte"

Die Sammlung Majewskis, der vor allem durch seine Filmmusiken berühmt wurde, umfasst Manuskripte und Drucke seiner Werke, außerdem Fotos und Presseausschnitte sowie Tonträger und DVDs.

Majewski war einer der aktivsten Filmmusikkomponisten seiner Zeit. Zu den von ihm vertonten Filmen zählen das Anti-Kriegsdrama „Die Brücke“, die erste Verfilmung des „Fliegenden Klassenzimmers“ sowie der zweite und dritte Teil der Immenhof-Trilogie. Er komponierte außerdem für zahlreiche Fernsehfilme und -serien, darunter „Tatort“, „Derrick“, „Ein Fall für zwei“ und „Liebling Kreuzberg“. Für seine Arbeit erhielt er fünf Mal den Deutschen Filmpreis, zuletzt 1977 in der Kategorie „Langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film“. 1995 wurde ihm der Erich-Wolfgang-Korngold-Preis für sein künstlerisches Lebenswerk verliehen.

Hans-Martin Majewski komponierte für den 1952 erschienenen Film „Postlagernd Turteltaube“ gemeinsam mit Oskar Sala die erste ausschließlich elektronische Filmmusik für Trautonium, einen Vorgänger des heutigen Synthesizers.
Aus der Feder des vielseitigen Komponisten stammen zahlreiche Lieder und Chansons, er vertonte Hörspiele, schrieb für Theater in Hamburg, Berlin, Zürich und Paris Bühnenmusiken und komponierte auch für klassische Orchester- und Kammermusikbesetzungen.
Nach Abschluss der Erschließung des Nachlasses können die Dokumente von Musikern, Musikwissenschaftlern und anderen Interessierten im Deutschen Komponistenarchiv in HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden eingesehen werden.

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Radiobeitrag übers Deutsche Komponistenarchiv

Veröffentlicht am 03.05.2012

In seiner Sendung TonArt strahlte der WDR 3 am 23.12.2011 einen Beitrag über das Deutsche Komponistenarchiv in HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden aus. Sie können den Beitrag auf der Website des WDR 3 nachhören.

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Werksammlung von Werner Eisbrenner im Deutschen Komponistenarchiv

Veröffentlicht am 14.11.2011

Gedenktafel Bismarckallee 32a (Grunw) Werner EisbrennerDie vollständige Werksammlung des Komponisten Werner Eisbrenner wurde an das Deutsche Komponistenarchiv in HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden übergeben.
Bekannt wurde Eisbrenner vor allem durch seine Musik zum Hans Albers-Film „Große Freiheit Nr. 7“ (1944; Regie: Helmut Käuter) oder auch „Die Buddenbrooks“ (1959; Regie: Alfred Weidenmann).
Er war auf kein Genre festgelegt und gehörte seit 1935 zu den populärsten Filmmusikkomponisten. Da er sich nicht für die Inhalte der NS-Propagandafilme vereinnahmen lassen hatte, wurde er nach dem Krieg von der DEFA als durch den Nationalsozialismus Unbelasteter übernommen.
1952 wurde Eisbrenner Berater, Arrangeur, Komponist und Dirigent beim SFB und leitete ab 1954 das SFB-Tanzorchester. Von 1959 bis zu seinem Tode 1981 war er freier Mitarbeiter beim SFB.
1971 erhielt er den Paul-Lincke-Ring, eine Würdigung, die alle zwei Jahre an herausragende Komponisten, Textdichter und Interpreten von Unterhaltungs- und Tanzmusik vergeben wird. Für sein Gesamtwerk wurde ihm 1974 das Filmband in Gold verliehen.
Werner Eisbrenner komponierte auch Violinkonzerte und Orchestermusik sowie das musikalische Lustspiel „Von Hand zu Hand“.
1998 wurde ihm zu Ehren an seiner ehemaligen Wohnung in der Bismarckallee 32a in Berlin eine Gedenktafel enthüllt.
Die Sammlung umfasst Skizzen, handschriftliche Partituren, Orchestermaterial und Notendrucke.
Sobald die Bearbeitung der Dokumente durch das Deutsche Komponistenarchiv abgeschlossen ist, können sie von Musikern, Musikwissenschaftlern und anderen Interessierten eingesehen werden.

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Werksammlung von Gerd Natschinski im Deutschen Komponistenarchiv

Veröffentlicht am 24.08.2011

Der Komponist Gerd Natschinski hat den ersten Teil seiner Werksammlung an das Deutsche Komponistenarchiv in HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden übergeben.
Die Sammlung des 1928 geborenen Komponisten, der durch Musicals wie „Mein Freund Bunbury“ (1964) oder „Messeschlager Gisela“ (1960) berühmt wurde, umfasst neben handschriftlichen Partituren, Pressematerial und Tonbändern auch unveröffentlichte Skizzen. In weiteren Teilen der Sammlung des in Berlin lebenden Natschinski werden unter anderem auch seine Korrespondenzen mit Persönlichkeiten in Kultur und Politik erwartet.
Neben Musicals schrieb der Meisterschüler Hanns Eislers zahlreiche Filmmusiken für die DEFA sowie Chansons, Schlager und Lieder, unter anderem für Gisela May, Fred Frohberg und Bärbel Wachholz. Der DEFA-Film „Heißer Sommer“ (1968), zu dem Natschinski gemeinsam mit seinem Sohn Thomas die Musik beisteuerte, wurde 2005 unter seiner Mitarbeit erfolgreich als Bühnenmusical adaptiert. Auch viele andere seiner Bühnenstücke erfreuen sich nicht nur in Deutschland bis heute großer Beliebtheit. So wurde „Mein Freund Bunbury“ in zehn Sprachen übersetzt und in zwölf verschiedenen Ländern gezeigt. Ebenso werden „Servus Peter“, „Messeschlager Gisela“ und das Ballett „Hoffmanns Erzählungen“ frei nach Offenbach immer wieder neu inszeniert.
Neben seiner Arbeit als Komponist dirigierte Natschinski das Unterhaltungsorchester des Berliner Rundfunks und war Intendant des Berliner Metropol-Theaters.
Für seine Arbeit erhielt er 1961, 1974 und 1989 den Nationalpreis der DDR.
Ab 1969 war Natschinski Mitglied der LDPD. Seit 2001 Präsident der Dramatiker Union, setzt er sich bis heute unverändert für die Belange der Kulturschaffenden ein, wie er es auch schon zwölf Jahre lang (1977–1989) als Vizepräsident des Komponistenverbandes der DDR tat.
Sobald die Bearbeitung der Dokumente durch das Deutsche Komponistenarchiv abgeschlossen ist, können sie von Musikern, Musikwissenschaftlern und anderen Interessierten eingesehen werden.

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Willkommen

Veröffentlicht am 25.01.2011

Herzlich willkommen auf den neuen Website des Deutschen Komponistenarchivs!

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