Ihlau, Fritz

Lebensdaten: 1909–1995
Bestandsform: Nachlass
Signatur: N-031

Biographie:
* 28.08.1909 Hannover, 13.01.1995
Ihlau fand durch seine Stiefmutter, die Hobbypianistin und Konzertsängerin war, zur Musik. Im Alter von 16 Jahren unternahm er erste Kompositionsversuche, mit 18 schrieb er seine erste Kurzoper. Parallel zu seinem Studium der Literatur-, Theater- und Musikwissenschaft nahm der privaten Unterricht in Komposition und Kontrapunkt bei Prof. Hans Stieber. In dieser Zeit feierte er erste Erfolge als Komponist.
1935, nach der Promotion zum Dr. phil., arbeitete Ihlau als Tonmeister zunächst beim Sender Hannover, später beim Reichssender Königsberg. Nach Kriegsende floh er mit Frau und Sohn nach Traunstein, wo Ihlau als freier Journalist zahlreiche Artikel mit dem Schwerpunkt Kulturberichterstattung für den Südostkurier Bad Reichenhall schrieb. In Traunstein entstanden zahlreiche Kompositionen, darunter weltliche und geistliche Lieder, eine Ballettmusik und die St. Georgs-Messe.
1950 wechselte Ihlau als Tonmeister zum Westdeutschen Rundfunk in Köln, ab 1961 war er Hauptprogrammgestalter in der Sparte Gehobene Unterhaltungsmusik. Als Tonmeister arbeitete Ihlau mit zahlreichen namhaften Künstlern, darunter Caterina Valente und Peter Alexander, sowie die Orchester von Harald Banter, Hermann Hagestedt und Kurt Edelhagen.
Während seiner Tätigkeit bei Rundfunk schuf Ihlau Werke verschiedener Genres, darunter Hörspielmusiken, Orchesterwerke, eine Operette und Lieder. Unter dem Pseudonym Fred Langen veröffentlichte er außerdem zahlreiche kürze rhythmische Instrumentalwerke. Ab 1974 widmete sich der in den Ruhestand getretene Ihlau verstärkt der Chormusik und komponierte und arrangierte außerdem Blasmusik volkstümlichen und gehobenen Charakters.

Bestandsübersicht:
Der Bestand wurde noch nicht gesichtet.

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