Schultze, Norbert

Lebensdaten: 1911–2002
Bestandsform: Nachlass
Signatur: N-001

Biographie:
Norbert Schultze* 26. Januar 1911 in Braunschweig, † 14. Oktober 2002 in Bad Tölz.
Norbert Arnold Wilhelm Richard Schultze (Pseudonyme Frank Norbert, Peter Kornfeld, Henri Iversen) legte das Abitur in Braunschweig ab und studierte in Köln und München Klavier, Dirigieren, Komponieren sowie Musik- und Theaterwissenschaft. In der bayerischen Metropole trat er Anfang der 1930er Jahre erstmals als Arrangeur und Begleiter im Studentenkabarett „Die Vier Nachrichter“ in Erscheinung. Es folgten von 1932 bis 1934 Engagements in Heidelberg und als Kapellmeister in Darmstadt, München und Leipzig. Nach kurzzeitiger Tätigkeit als Aufnahmeleiter der Telefunken entschied sich Schultze 1936 für die freischaffende Komponistenlaufbahn. Bis 1945 schuf Schultze mehrere Bühnenwerke, Musik zu Tonfilmen sowie Lieder für die nationalsozialistische Kriegspropaganda. 1943 ehelichte er die Schauspielerin, Sängerin und Schriftstellerin Iwa Wanja, die ihm Libretti zu mehreren seiner Bühnenwerke schrieb. Schultze leitete von 1953 bis 1968 seinen eigenen Musikverlag und Bühnenvertrieb und schrieb weiterhin zahlreiche Opern, Operetten, Musicals, Ballette, Filmmusiken und Lieder. Schultze wurde 1961 zum Präsidenten des Verbandes deutscher Bühnenschriftsteller und -komponisten gewählt, von 1973 bis 1991 war Vorstandsmitglied im Deutschen Komponistenverband. Bis 1996 bekleidete er Ämter im GEMA-Aufsichtsrat, im Kuratorium der GEMA-Sozialkasse und bei der Versorgungsstiftung der deutschen Komponisten.

Bestandsübersicht:
Der künstlerische Nachlass Schultzes wurde bereits zu Lebzeiten des Komponisten von einem Freund, dem Berliner Arzt Dieter Harmuth, betreut, der diesen dem Deutschen Komponistenarchiv zur Archivierung im Jahre 2005 übergab.
Er umfasst 28 Kästen mit autographen Partituren zahlreicher seiner Lieder, Bühnenwerke und Filmmusiken, die erhaltene Korrespondenz ab 1950, Libretti, autobiographische Skizzen, Photos sowie Ton- und Filmaufnahmen mit seinen Werken.
Der Bestand ist archivarisch erschlossen.

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