Gunsenheimer, Gustav

Lebensdaten: *1934

Biographie:
*10. März 1934 Kunzendorf (Niederschlesien)
Gustav Gunsenheimer wurde als Sohn fränkischer Eltern in Niederschlesien geboren. Nach seiner Schulzeit absolvierte er ein Lehramtsstudium in Bamberg. 1956 hatte er in Serrfeld/Königshofen seine erste Anstellung als Lehrer inne. Zudem schloss er 1963 ein Kirchenmusikstudium in Bayreuth ab und bekam 1966 das Bayrische Staatsstipendium, aufgrund dessen er ein Studium am Salzburgischen Mozarteum beginnen konnte. Dort kam er mit Carl Orff und dessen Musikpädagogik in Berührung. Ab 1968 wirkte er als Volksschullehrer in Schweinfurt, leitete den dortigen Oratorienchor und wurde 1969 Kantor an St. Lukas. Als Leiter der “Musiktage am Hochfeld”, der Chorleiterwoche im Landesverband Evangelischer Kirchenchöre und des Seminars für Kinderchorleiter erlangte Gunsenheimer deutschlandweit Bedeutung. Darüber hinaus wirkte er als Chorleiter der Deutsch-österreichisch-schweizerischen Sing- und Spielwoche in Salzburg und war in den 1980er Jahren Lehrbeauftragter an der Würzburger Musikhochschule für das Fach Musiktherapie.
Neben diesen vielfältigen Aufgaben pflegte er eine ausgeprägte Tätigkeit als Referent und Experte für Musikpädagogik, Chorleitung und Kirchenmusik. Aufgrund seines großen Engagements auf diesen Gebieten, wurden ihm bedeutende Auszeichnungen zuteil. So bekam er u.a. 1983 die Titel „Kirchenmusikdirektor“ und „Chordirektor“, 1987 die Stadtmedaille der Stadt Schweinfurt und 1990 das Bundesverdienstkreuz verliehen.
Das kompositorische Schaffen Gustav Gunsenheimers umfasst neben geistlicher und weltlicher Chormusik Konzerte und Sonaten für Blas-, Streich- und Tasteninstrumente, Musik für verschiedene Ensembles und Werke für Posaunenchor. Viele seiner Werke sind auf Schallplatte erschienen oder im Rundfunk ausgestrahlt worden.

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