08. März 2011 · Comments Off on Gunsenheimer, Gustav · Categories: erwartet, Komponisten, Vorlass

Biographie:
*10. März 1934 Kunzendorf (Niederschlesien)
Gustav Gunsenheimer wurde als Sohn fränkischer Eltern in Niederschlesien geboren. Nach seiner Schulzeit absolvierte er ein Lehramtsstudium in Bamberg. 1956 hatte er in Serrfeld/Königshofen seine erste Anstellung als Lehrer inne. Zudem schloss er 1963 ein Kirchenmusikstudium in Bayreuth ab und bekam 1966 das Bayrische Staatsstipendium, aufgrund dessen er ein Studium am Salzburgischen Mozarteum beginnen konnte. Dort kam er mit Carl Orff und dessen Musikpädagogik in Berührung. Ab 1968 wirkte er als Volksschullehrer in Schweinfurt, leitete den dortigen Oratorienchor und wurde 1969 Kantor an St. Lukas. Als Leiter der “Musiktage am Hochfeld”, der Chorleiterwoche im Landesverband Evangelischer Kirchenchöre und des Seminars für Kinderchorleiter erlangte Gunsenheimer deutschlandweit Bedeutung. Darüber hinaus wirkte er als Chorleiter der Deutsch-österreichisch-schweizerischen Sing- und Spielwoche in Salzburg und war in den 1980er Jahren Lehrbeauftragter an der Würzburger Musikhochschule für das Fach Musiktherapie.
Neben diesen vielfältigen Aufgaben pflegte er eine ausgeprägte Tätigkeit als Referent und Experte für Musikpädagogik, Chorleitung und Kirchenmusik. Aufgrund seines großen Engagements auf diesen Gebieten, wurden ihm bedeutende Auszeichnungen zuteil. So bekam er u.a. 1983 die Titel „Kirchenmusikdirektor“ und „Chordirektor“, 1987 die Stadtmedaille der Stadt Schweinfurt und 1990 das Bundesverdienstkreuz verliehen.
Das kompositorische Schaffen Gustav Gunsenheimers umfasst neben geistlicher und weltlicher Chormusik Konzerte und Sonaten für Blas-, Streich- und Tasteninstrumente, Musik für verschiedene Ensembles und Werke für Posaunenchor. Viele seiner Werke sind auf Schallplatte erschienen oder im Rundfunk ausgestrahlt worden.

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13. Dezember 2010 · Comments Off on Schlenker, Manfred · Categories: erwartet, Komponisten, Vorlass

Biographie:
*15.03.1926 Berlin
Manfred Schlenker wuchs in einem kirchenmusikalischem Umfeld auf und erlernte schon als Kind das Orgel- und Klavierspiel. Nach dem Abitur absolvierte er in den Jahren 1943/44 ein Vorsemester in den Fächern Klavier und Klarinette und erhielt Kontrapunkt- und Kompositionsunterricht bei Paul Höffer. Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Rückkehr aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft studierte er von 1950 bis 1955 u.a. Komposition an der Kirchenmusikschule Halle/Saale und wurde Kantor der Studentengemeinde. 1956 wirkte er als Domkantor und Kirchenmusikdirektor in Stendal und ab 1975 als Domkantor und Landeskirchenmusikdirektor in Greifswald, wo er zudem als Direktor der damaligen Kirchenmusikschule Greifswald arbeitete und sich als Leiter der Bachwochen engagierte. Ab 1988 lebte er als freischaffender Künstler in Stolpe und stellte sein Können regelmäßig in Orgelkonzerten unter Beweis. Seit 1999 lebt er in der Nähe von Berlin.

Als Komponist tat sich Manfred Schlenker besonders auf dem Gebiet der Chormusik hervor. So entstanden Oratorien, Kantaten, Chorlieder, Motetten und Psalmvertonungen. In seinem umfangreichen Werkverzeichnis findet sich aber auch Kammermusik wieder.

Bestandsübersicht:
Es wurden dem Archiv noch keine Dokumente übergeben.

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13. Dezember 2010 · Comments Off on Fischer, Theo · Categories: erwartet, Komponisten, Vorlass

Biographie:
*14.10.1926 Münster-Sarnsheim
Theo Fischer erhielt während seiner Gymnasialzeit eine umfassende musikalische Ausbildung am Mainzer Peter-Cornelius-Konservatorium in den Fächern Violine, Klavier, Komposition und Dirigieren. Internierung und Kriegsgefangenschaft im Zweiten Weltkrieg unterbrachen seine Lehrtätigkeit an der Musikschule Koblenz. Es schloss sich das Studium der Musikwissenschaft, Schulmusik, Chor- und Orchesterleitung in Wiesbaden und Frankfurt an. Ab 1946 wirkte er als Konzertmeister, freischaffender Dirigent, Verlagsdirektor, Dozent und freier Mitarbeiter beim Südwestfunk. Er bekleidete von 1962 bis 1987 das Amt des Gymnasial-Musikdirektors am Stephan-George-Gymnasium Bingen/Rhein, wirkte als Gastdozent, Komponist und war sowohl Mitglied des Aufsichtsrates der GEMA als auch Sektionsvorsitzender des Deutschen Komponistenverbandes. Außerdem machte er sich als Violinsolist und als Klavierbegleiter zahlreicher Sängerpersönlichkeiten einen Namen. Aufgrund seiner ehrenamtlichen, künstlerischen und insbesondere kompositorischen Leistungen wurden ihm in großem Maße Preise und Auszeichnungen zuteil.

Theo Fischers vielfältiges kompositorisches Schaffen konzentriert sich hauptsächlich auf Chormusik, wie Kantaten und Lieder, er bedient aber auch das kammermusikalische und sinfonische Genre.

Bestandsübersicht:
Es wurden dem Archiv noch keine Dokumente übergeben.

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13. Dezember 2010 · Comments Off on Bauer, Ulrich · Categories: erwartet, Komponisten, Nachlass

Biographie:
*16.09.1956 Ulm / Donau; † 17.04.2001 Berlin.
Der in Ravensburg aufgewachsene Ulrich Bauer studierte Ende der siebziger Jahre sowohl Germanistik und Darstellendes Spiel in Weingarten als auch Freie Malerei in Stuttgart. Von 1978 bis 1981 war er Gitarrist u.a. bei den Bands “Franz K.” und “Pudding”. Er sudierte von 1981 bis 1989 Musikwissenschaft, Komposition und Tonsatz an der TU und HdK Berlin. Nach Studienende war er als freier Komponist, Librettist und Arrangeur tätig.
Das Gesamtwerk des Komponisten, der sich selbst gern als den „letzten lebenden Operettenkomponisten“ bezeichnete, umfasst mehr als zwanzig Bühnenwerke (Operetten, Mini-Opern und Bühnenmusiken), zahlreiche Filmmusiken und Bearbeitungen von Schlagern und Pop-Songs.
Bauer, der ursprünglich eine Karriere als „Wahnsinns-Rockstar“ plante, blieb zwar der Zugang zu den großen Bühnen verwehrt, dennoch avancierte er mit seinen Alltags-Operetten und Lustspielen zur Kultfigur der Berliner Offbühne-Szenen.

Bestandsübersicht:
Es wurden dem Archiv noch keine Dokumente übergeben.

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13. Dezember 2010 · Comments Off on Albrecht, Christoph · Categories: erwartet, Komponisten, Vorlass

Biographie:
*04. Januar 1930 Salzwedel.
Christoph Albrecht, der schon im Alter von dreizehn Jahren das Organistenamt in seiner Heimatgemeinde übernahm, begann nach dem Abitur ein Doppelstudium Theologie und Kirchenmusik in Halle/Saale. Das Studium der Kirchenmusik schloss er mit dem kirchenmusikalischen Staatsexamen (A-Prüfung) und das Theologiestudium 1960 mit seiner Promotion an der Theologischen Fakultät der Martin-Luther-Universität in Halle ab.
Neben seiner Tätigkeit als Domkantor in Naumburg und Dozent an der Hallenser Kichenmusikschule, die er von 1953 bis 1960 wahrnahm, machte er sich innerhalb der DDR und der BRD einen Namen als Konzertorganist.
1960 berief man ihn als Direktor an die renommierte Kirchenmusikschule Dresden. Dort widmete er sich intensiv der Pflege moderner Oratorien- und a-cappella-Literatur und baute seine internationale Konzerttätigkeit zusammen mit dem Chor der Kirchenmusikschule und auch als Orgelsolist aus. 1976 bis 1992 wirkte er als Kantor und Organist an der St.-Marien-Kirche in Berlin und lebt seit 1993 als freischaffender Organist, Wissenschaftler und Herausgeber.

Sein kompositorisches Oeuvre umfasst vornehmlich Chor- und Orgelwerke, lässt aber auch Kammermusik und Kompositionen für Sologesang nicht vermissen. Auch auf musikwissenschaftlichem Gebiet betätigte sich Christoph Albrecht rege, was sich in zahlreichen Publikationen in Form von Monographien, Lexikon- und Zeitschriftenartikeln äußert. Außerdem ist er Herausgeber verschiedenster Noteneditionen und ist für seine Rundfunk- und Schallplattenaufnahmen zahlreicher Orgelwerke von Bach bis Reger bekannt.

Bestandsübersicht:
Es wurden dem Archiv noch keine Dokumente übergeben.

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